Weiße Flocken umschwirrten letzte Nacht die Straßenlampen und glühten für einen Moment natriumgelb auf, bevor sie ihren Weg zum Boden fortsetzten und von den nachfolgenden Schneeflocken verdrängt wurden. Ich genoss die stille Kälte, die sie auf der Haut meines Gesichts hinterließen, während ich meinerseits den Weg fortsetzte, den ich genommen hatte, nach Hause.
Kälte ist für mich nichts Unangenehmes, weil meine Körpertemperatur einige Grade niedriger ist als die der Menschen. So ist der Temperaturunterschied zwischen Umgebung und meinem Körper nicht so groß, ich benötige weniger Energie, um meine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und ... friere nicht so schnell. Was im Winter schön ist, ist im Sommer unangenehm, denn da komme ich leichter ins Schwitzen.
Für Madame ist das nicht so gut, denn ihrer Meinung nach könnte es wenigstens in meinem Wohnzimmer etwas wärmer sein. Als ich meine Wohnung betrat, lag die Katze langgestreckt auf dem Fensterbrett, das vom darunter stehenden Heizkörper mehr schlecht als recht erwärmt wurde, und sah nach draußen. Ihr Kopf zuckte hin und her beim Versuch, jede einzelne Schneeflocke mit dem Blick einzufangen. Ich setzte mich zu ihr, drehte die Heizung etwas höher, und blickte ebenfalls nach draußen. Abgesehen von einem Klavier, das dazu gebracht wurde, eine Melodie zu ertasten, hörte ich keinen Ton. Ich frage mich, ob es das Klavier war, das ich vor drei Wochen im Flur stehen sah.
 



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